03.06.2014 22:02

Nachts am Meer

Auch wenn es in dieser Nacht sehr kalt ist, genieße ich es ,in eine warme Decke gekuschelt, am Strand zu sitzen. 
Ich atme die salzige, klare Meeresluft tief ein. 
Mit leisem Gemurmel schlagen die Ostseewellen an den Stand.
Ich beobachte, wie sich der Vollmond im Wasser spiegelt. Sein helles Licht sich auf der Wasseroberfläche bricht. 
Fast scheint es so, als ob der Mann im Mond mir zuwinkt.
Als ich in den tiefschwarzen Nachthimmel schaue, sehe ich die unzähligen Sterne. Sie scheinen um die Wette zu funkeln. Ein jeder versucht. den anderen zu überstrahlen. Es ist wie ein stiller Wettstreit.
Schnell habe ich mir den Stern, der am hellsten leuchtet ausgesucht. In Gedanken gebe ich ihm deinen Namen. Denn auch du bist für mich der hellste Stern. 
Ich hoffe auf eine Sternschnuppe und muss nicht lange warten, bis sich endlich eine vom Himmel löst. Natürlich wünsche ich mir sofort etwas. Und ich weiß, dass dieser Wunsch mir bald erfüllt werden wird.
Sanft wie ein Streicheln streift der kalte Nachtwind über meine Wangen und säuselt mir leise sehnsuchtsvolle Melodien ins Ohr.
Es klingt wie der Gesang der Meerjungfrauen, wenn sie versuchen, die Schiffe in die Tiefen des Meeres zu ziehen. Ich frage mich, wie viele Schiffe wohl auf dem Meeresgrund ihr stilles Grab gefunden haben. 
Bei diesem Gedanken läuft mir ein leichter Schauer über den Rücken.
Doch nur zu gerne würde ich nach den Schätzen suchen, die dort mit Sicherheit verborgen liegen.
Tief in Gedanken und meinen Träumen versunken, bemerke ich gar nicht, wie langsam die Sonne aufgeht und das Meer blutrot färbt. Ein neuer Tag beginnt, doch mit dem Ende dieser Nacht, enden nicht meine Träume, Wünsche und Sehnsüchte.
Ich freue mich auf das, was noch vor mir liegt. Auf das, was die Zukunft mir bringt.
 
01.04.12

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